Veljko Bulajić, 140 Min., OmeU
Ein episches Meisterwerk des europäischen Nachkriegskinos – Spannend, bildgewaltig und filmhistorisch bedeutend.
Jugoslawien, Anfang 1943: Im Tal des Flusses Neretva kommt es zu einer der entscheidendsten Wendepunkte des Zweiten Weltkriegs auf dem Balkan. Die jugoslawischen Partisanen sehen sich einer erdrückenden Übermacht aus deutschen, italienischen und kollaborierenden Truppen gegenüber. Eingeschlossen in den steilen Schluchten der Neretva und belastet durch Tausende verwundete Zivilisten, bleibt den Freischärlern nur ein scheinbar unmöglicher Ausweg: Ein hochriskantes Finte-Manöver, bei dem die einzige strategische Brücke über den Reißfluss gesprengt wird, um den Vormarsch des Feindes zu täuschen. Regisseur Veljko Bulajić schuf mit „Die Schlacht an der Neretva“ den aufwendigsten und teuersten Film der jugoslawischen Kinogeschichte. Mit einem internationalen Ensemble der Weltsportsklasse – darunter Yul Brynner als Sprengmeister, Orson Welles, Curd Jürgens und Hardy Krüger – verbindet das Epos packende Actionszenen mit menschlichen Dramen vor spektakulärer Naturkulisse.
Der Film wurde 1970 für den Oscar als Bester fremdsprachiger Film nominiert. Ein besonderes filmhistorisches Detail: Kein Geringerer als Pablo Picasso gestaltete das englischsprachige Plakat für die internationale Veröffentlichung – als Bezahlung verlangte der Künstler lediglich kistenweise jugoslawischen Spitzenwein.
veranstaltet vom Kulturverein Wer schaut denn da
