Carola Mair, AT 2025, 86 Min.
HELLwach – Hommage an Bodo HELL erzählt voller österreichischem Lebensgefühl von der Gedanken-Welt des Schriftstellers, Humanisten und Almhirten in seinen letzten Lebensjahren bis kurz vor seinem Verschwinden im August 2024 am Dachstein. Dabei geht die Filmemacherin Carola Mair mit dem Künstler in Resonanz und kommt dem Menschen Bodo Hell in Gesprächen sehr nahe.
Ein Film, der völlig eintaucht in Bodo Hells Humor, Geist und Gespür, der dem Alltag zur Sprache verhilft und uns Einblick verschafft in sich selbst und ins Haus, das er bewohnt, ins Tollhaus unserer Gesellschaft.
Bodo Hells DUs, lange bekannte und gänzlich neue DUs, treffen aufeinander und begleiten den Literaten in seinem österreichischem Lebensraum, in der Stadt und vorwiegend auf der Grafenbergalm am Dachstein, seinem Sommerwohnsitz.
Hells WegbegleiterInnen, SchriftstellerkollegInnen, befreundete KünstlerInnen, bekannte Sprachkritiker, kommen dabei zu Wort bzw erinnern sich.
Neben viel Humor erzählt HELLwach – Hommage an Bodo HELL dabei auch über Tiefgründiges und Menschliches - neben dem Gesagten, Gefühlten und Gehörten auch Ungesagtes, Unerhörtes, Unergründliches.
Bodo Hell hat durch sein langjähriges literarisches Schaffen, dass auch durch seine über 45jährige Tätigkeit als Senner auf der Grafenbergalm, geprägt ist, vor allem aber durch seine gesellschaftskritische Texte, viel in den Köpfen bei seinem Publikum angeregt.
Genau das macht den Film so brisant.
Dabei setzt der Film dieser Ikone der österreichischen Literatur ein Denkmal und schafft damit eine Identifikationsfigur für heutige und spätere Generationen.Wir finden uns in ihr wieder in ihren Kämpfen, ihren Siegen, ihrem Scheitern.
Ein Film gegen die Ignoranz und für eine menschliche Zukunft
REGIE STATEMENT In politischen Krisen und unsicheren Zeiten künstlerisch gemeinsam zu agieren und zu schauen, was alles möglich ist, gibt Kraft, macht Hoffnung. Es ist wichtig, dass sich unterschiedliche Generationen verbinden, dass wir aus der Geschichte lernen und dass wir uns nicht beirren lassen, in unserem Streben nach intensiven Beziehungen für ein besseres, friedlicheres Leben für uns alle. Dieses Leben hat Bodo Hell als Künstler und als Mensch vorgelebt.
Moderation: Corinna Antelmann (Autorin, Dramaturgin, Lehrende und Vermittlerin www.corinna-antelmann.com)
Foto: Katharina Cibulka