Zurück am Drehort: Karli Braun und Sinuswelle haben gemeinsam einen Song aufgenommen und das dazugehörige Musikvideo in den Breitenseer Lichtspielen gedreht. Genau dort findet nun die Videopräsentation im Rahmen eines Doppelkonzerts statt.
Gemeinsam mit den Muttersprachen-Musikerkollegen von "Sinuswelle" schlüpft "Karli Braun" in die fiktionale Rollenfigur eines grantigen, unangenehmen Klugscheißers. Er weiß immer alles besser, ohne ihn würde überhaupt nichts funktionieren, was er bei jeder Gelegenheit lautstark mit einem herabwürdigenden Ton kundtut. Was der grantige Wichtigtuer am liebsten mag, ist eine Position, aus der er sich von oben herab wichtig machen kann, ohne dass man ihm widersprechen kann - und natürlich am besten in überheblichem Tonfall. Eine Realsatire, die man allzu oft im täglichen Leben beobachten muss, und für die man keine Zuspitzungen oder Übertreibungen braucht.Im Musikvideo muss die Wienerlied-Sängerin „Constanze Hojsa“ als Kinopraktikantin herhalten und das Nörgeln und Wichtigtun des nervigen Rechthabers tapfer über sich ergehen lassen.
→ K A R L I B R A U N (Solo) setzt seine eigenwillige Stimme nicht zwangsläufig zum Singen ein. Der steirische Liederschreiber und Multi-Instrumentalist veröffentlichte im Juni 2024 sein Debütalbum „Dreckig“, auf dem Label „Kalter Kakao“. „Dreckig“ ist mit Sicherheit kein normales Musikalbum. Es klingt roh, emotional, unangestrengt und immer ein bisschen schräg. Dabei versteht er sich als sozialkritischer Musiker, dem Emotion und Ausdruck wichtiger sind als technische Perfektion, und er verzichtet dabei naturgemäß auf Schubladen und Konventionen. Karli Braun ist tragisch, komisch, dreckig, schön, und oszilliert zwischen Sozialkritik und Banalitäten.
Gäste: Martina Poel und Constanze Hojsa.
→ S I N U S W E L L E präsentieren sich 2026 in neuer Form: Sinuswelle 2.0. Die Wiener Band verbindet Spoken Words, Akustikgitarre und minimalistische Elektronik zu dem, was sie selbst Literary Dark Indie nennen – nüchterne Beobachtungen über menschliche Abgründe statt moralischer Appelle. Frontmann Magister Bino seziert mit kühler Klarheit die Gegenwart, während Chris Schaller als zweiter Frontmann und Chorus-Stimme den Songs ihre eingängigen Hooks verleiht. Die Musik pendelt zwischen hypnotischem Puls und dunkler Melancholie. Bei der Video-Präsentationsparty von Karli Braun – viele Jahre Synth-Bassist bei Sinuswelle – kehrt die Band nun in reduzierter Form auf die Bühne zurück: ein seltenes akustisches Set, roh, intim und konzentriert auf das Wesentliche – Wort, Rhythmus und Atmosphäre.