Filmpremiere + Kinokonzert
No.MadInnen Wiens
Reinhard Mayr, AT 2026, 90 Min.
„Wir sind nicht verrückt, wir werden verrückt“ Eine musikalische, politisch-poetische, feministische Spurensuche
Moderne Nomadinnen erkunden die Folgen eines flexiblen Lebens im modernen Kapitalismus. Das verlangt auch ein Denken in Bewegung, das sich nicht hinter heteronormativen Systemen versteckt.
Der Film zeigt die Arbeit des interdisziplinären KünsterInnenkollektivs „No.MadInnen Wiens“ von Tini Trampler & Playbackdolls gegründet,, das nach ungehörten Stimmen im patriachal-kapitalistischen System sucht und deren Wünsche, Strategien und Visionen in Menschenrechtslieder und Texte übersetzt.
Es wurde mit Frauen* in verschiedensten Lebens- und Arbeitswelten über ihre Lebensrealitäten gesprochen um ihre Geschichten, Anliegen, Gedanken, ihr Ringen um ein selbstbestimmtes Leben, ihre Wünsche und Visionen zur Sprache zu bringen. Gerade die unmittelbaren, persönlichen Geschichten erscheinen im Film als möglicher Schlüssel, dass Gleichberechtigung die eigentliche Grundlage demokratischen Denkens ist.
Ausgehend von diesen Interviews haben Tini Trampler & Playbackdolls Menschenrechtslieder komponiert, die Literatin Eva Schörkhuber Texte geschrieben. Die Strategien und Wege von Menschen in prekären Situationen wurden in Musik und Poesie übertragen, als Antwort, die die Demokratie ständig sucht - eine Suche nach Noten, die Nöten die nötige Sprengkraft geben.
Interviews, Kompositions- und Probenarbeit, Studioaufnahmen, partizipative Konzerten in Imbissen Wiens und Theaterräumen, Lesungen, Wunschbücher-Performances und Open Mics wurden von Reinhard Mayr seit 2023 dokumentiert.
Im Anschluss an den Film spielen Tini Trampler & Playbackdolls ein Live-Konzert mit den entstandenen Liedern, die auch als Musikalbum veröffentlicht werden (das am 4.2.2027 im Porgy&Bess präsentiert wird).
Tini Trampler: Gesang, Theremin
Stephan Sperlich: Klavier, Theremin
Lina Neuner: Kontrabass
Tino Klissenbauer: Akkordeon
Alexander Lausch: Gitarre
David Strobl: Schlagzeug
Bernhard Rabitsch: Trompete, Gesang
Eva Schörkhuber: Texte
gefördert von der Stadt Wien