Peter Greenaway, UK 1982, 103 Min.
1694, Ort des Geschehens ist Compton Anstey, der scheinbar idyllische Landsitz eines britischen Aristokraten in der südenglischen Grafschaft Wiltshire. Die Herrin des Anwesens, Mrs. Virginia Herbert, bemüht sich, den hochtalentierten, aber eingebildeten und arroganten Künstler Mr. Neville für einen Auftrag zu gewinnen. Neville soll zwölf Zeichnungen anfertigen, die verschiedene Außenansichten des Anwesens abbilden. Neville ist an dem Auftrag zunächst nicht interessiert. Erst als Mrs. Herbert einwilligt, vertraglich nicht nur ein Honorar, sondern auch sexuelle Gefügigkeit festhalten zu lassen, nimmt er den Auftrag an.
Er ist ein Perfektionist und ordnet an, dass in den Bereichen des Anwesens, in denen er seine Staffelei aufstellt, nach Beginn seiner Arbeit keinerlei Veränderungen mehr vorgenommen werden. Er stellt jedoch fest, dass dieser Anordnung von vornherein zuwidergehandelt wird. Nach und nach tauchen verschiedene Objekte im Blickfeld auf und verwandeln die zu zeichnenden Ansichten von Haus und Garten in eine Theaterbühne voller vielsagender Requisiten. Neville arbeitet die nachträglichen Veränderungen gewissenhaft in seine Zeichnungen ein, ignoriert aber deren mögliche Bedeutung. Als Mr. Herbert tot in einem Wassergraben auf seinem eigenen Grundstück aufgefunden wird, kommt als Mörder eigentlich jede der beteiligten Personen in Frage...