Lukas Marxt versteht Landschaften als skulpturale Objekte oder Projektionsflächen, denen er mit seinen Filmen eine zusätzliche Dimension verleiht. In seinen Arbeiten widmet er sich vorwiegend Orten, die vom Menschen geformt und funktionalisiert wurden – Salzseen, Wüsten, Industrieareale –, und entlarvt sie als stille Archive ökologischer und politischer Eingriffe. Mit ruhigen, oft fast hypnotischen Bildern erzeugten Marxts Filme eine Spannung zwischen atemberaubender Schönheit und latenter Bedrohung.
Die eindrücklichen Filme und Installationen des in Köln lebenden Grazers sind regelmäßig bei internationalen Ausstellungen und Filmfestivals vertreten und pämiert worden (u.a. Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart, Berlin | ZKM, Karlsruhe | Liverpool Biennial of Contemporary Art | Locarno Film Festival | International Film Festival Rotterdam | Internationale Filmfestspiele Berlin)
PROGRAMM 1 | 18:00
Two Skies(AT 2013, 5 min)
Der Himmel, das Meer – oder umgekehrt? Ein Film, wie ein impressionistisches Gemälde.
Ralfs Farben (AT/DE 2019, 74 min)
Experimentelles Porträt eines schizophrenen Mannes, der sich auf der kargen Insel Lanzarote eingerichtet hat. Landschaft, Sprache und Gedanken des Protagonisten verdichten sich zu einem traumwandlerischen Zustand, der Realität, Imagination und Kino ineinanderfließen lässt.
Publikumsgespräch mit dem Regisseur nach den Programmen.
Gestaltung & Moderation: Lotte Schreiber
Portrait: © Carson Davis Brown